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Pippi Langstrumpf

von Astrid Lindgren

ein Musical für Kinder ab 5 Jahren und die ganze Familie

Premiere:
Samstag, 04. November 2006, 16.00 Uhr
Aula Berufskolleg Elberfeld
Bundesallee 222, Wuppertal-Elberfeld

Sie wohnt mit ihrem Pferd, dem kleinen Onkel, und ihrem Affen, Herrn Nilsson, in der Villa Kunterbunt und macht, was sie will. Sie ist das stärkste Mädchen der Welt, herrlich unerzogen und lügt ganz wundervoll: Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, kurz Pippi genannt. Mit ihren Phantasiegeschichten bringt sie die Welt zum Tanzen und triumphiert über Einbrecher, Lehrerinnen, Polizisten und alte Kaffeetanten. So wird sie - nicht nur für Thomas und Annika - eine wunderbare Freundin. Und trotzdem gibt es Momente, in denen Pippi ganz traurig ist, weil sie ihre Mama vermisst oder hofft, dass ihr Vater kommt, um sie an Bord der Hoppetosse zu nehmen und mit ihr in ferne Länder zu reisen. Dann sind es Thomas und Annika, die ihre rothaarige Freundin aufmuntern. 

1944 schrieb Astrid Lindgren die Geschichte von „Pippi Langstrumpf“ als Geburtstagsgeschenk für ihre Tochter. 

Am 01. September 1945 erschien Pippi Langstrumpf erstmalig als Buch und wurde zu einem außergewöhnlichen Erfolg. Die Kinder liebten Pippi Langstrumpf vom Fleck weg und lieben sie heute noch! Auch in Zeiten von „Harry Potter“ zählt Pippi Langstrumpf zu den 10 meistgelesenen Kinderbüchern in Deutschland.


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Szenenbilder stehen erst nach der Premiere zur Verfügung

 

Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater e.V.

 

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Regie Tobias Wessler
Ausstattung Laurentiu Tuturuga
Musik Jochen Kilian + Tobias Wessler
Choreographie Kathrin Scharfhausen
   
Pippi Inga Winter
Thomas Rico Kukec
Annika Patricia Wirth
Frau Prysselius 
Manager 
Lehrerin 
Frau Settergren
Andrea Siebott
Donner-Karlsson, Dieb 
Larsson, Polizist 
Frau Granberg 
Frasse, Matrose
Harald Kaymer
Blom, Dieb 
Klang, Polizist 
Frau Petterson 
Friedolf, Matrose
Kristof Stößel
Der Starke Adolf
Kapitän Langstrumpf
Michael Lippkau
   
Regieassistenz / Requisiten Karola Brüggemann
Technische Leitung Benjamin Krüger
Bühnenbau und 
–einrichtung
Susanne Zeibig
Bianka Buße
Bühnenmalerei P.P.L. Osewald
Kostümschneiderei Eva Droste-Wagner
Max Krapp
Tontechnik Till Buchwald
Lichttechnik Manuell Brüggemann
Biniam Gebremedhin
Michael Risse
Bühne Tobias Haeger 
Daniel Stiebeling
Sabine Ries 
Sandra Spallek
Yosef Wake
Souffleuse Kathrin Langen 
Anna Wiechers

 

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Westdeutsche Zeitung vom 6.11.2006

Die Königin der Lüfte springt, singt und swingt

Premiere im Kinder- und Jugendtheater: „Pippi Langstrumpf“ als Musical

Von Valeska von Dolega

Im Kinder- und Jugendtheater wird Literatur lebendig. Eine heftig beklatschte Premiere feierte am Samstag Astrid Lindgrens „Pippi Langstumpf“ mit der vor Vitalität und Spaß an der Figur nur so sprühenden Inga Winter in der Titelrolle.

In straffen 80 Minuten lässt Regisseur Tobias Wessler die alt bekannten Buchfiguren aus dem schwedischen Evergreen lebendig werden: Neben Pippi sind das Annika (Patricia Wirth) und Thomas (Rico Kucec), Frau Prysselius (Andrea Siebott), Diebe, Polizisten, Kaffeetanten, Matrosen (sorgen in verschiedenen Rollen für Lacher: Harald Kaymer und Kristof Stößel) und natürlich Kapitän Langstrumpf (liebenswert: Michael Lippkau).

Gut ist die Idee, „Pippi Langstrumpf“ als Musical zu inszenieren. Neben dem zum Mitsingen kompatiblen Zahlenspiel „Zwei mal drei macht vier / widdewiddewitt und drei macht neune!“ werden die Zuschauer mit eingängigen Zeilen über das stärkste Mädchen der Welt, ein Loblied auf die Schule („Schule ist wunderbar, die ist prima, die ist toll“) und einem Anti-Kinder-Song, intoniert von den beiden garstigen Kaffeetanten, unterhalten.

Weil Wessler seine Pippi aber nicht eindimensional als ewigen Sonneschein und gewitzte Göre, sondern auch als zeitweilig melancholisches Mädchen auf die Bühne bringt, gibt es außerdem ein fast rührseliges Schlaflied.

Jedes einzelne Lied erfüllt einen Handlungsaspekt im stück – und ist zugleich Zeitfenster für die Kulissenwechsel. Wie so oft hat sich auch diese Ausstattung der pfiffige Laurentiu Tuturuga erdacht. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich die Villa Kunterbunt wahlweise in einen Jahrmarkt, gediegenes Wohnzimmer ode Klassenzimmer.

Als Königin der Lüfte singt, springt und swingt sich Inga „Pippi“ Winter durch die Geschichte. „Es ist gefährlich, zu lange zu schweigen“, weiß sie. „Dann klebt einem die Zunge fest.“ Erziehung und Schule braucht sie nicht. Und während andere Mädchen ihres Alters einen Goldhamster haben und Ferien auf dem Ponyhof machen, sind Pippis ständige Begleiter der Affe Herr Nilsson und das Pferd Kleiner Onkel. „Ich mach mir die Welt / widdewidde wie sie mir gefällt!“

Und das gefällt dem Publikum. Mit Gejohle und Geklatsche forderten die Premierengäste Zugaben, mancher trat sicher fröhlich pfeifend den Heimweg an.

 

www.rp-online.de - Remscheid 

"Pippi Langstrumpf" auf der Bühne 

Von RUTH HOFFMANN 

Wer kennt sie nicht - Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf? Sie ist aus den Kinderzimmern der Welt nicht mehr wegzudenken. Mit ihr sind inzwischen schon Generationen aufgewachsen. 1945 erfand Astrid Lindgren die Geschichte des kleinen Mädchens, das sich in der Erwachsenenwelt auf seine besondere Art behauptet. Die Autorin wäre im kommenden Jahr 100 geworden. Das Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater will mit seiner neuen Inszenierung in dieses Jubiläumsjahr hineinfeiern. 

Für den Regisseur Tobias Wessler ist das Stück deshalb auch generationenübergreifend. „Wer kann sich schon dem Zauber von Pippi entziehen? Auch ich bin mit ihren Geschichten aufgewachsen und sehe Erwachsene und Kinder gleichermaßen fasziniert“, sagt der 35-Jährige. Und wenn Inga Winter als Pippi auf die Bühnen gesprungen kommt und mit ihrem „Hei Pippi Langstrumpf…“ das Musical eröffnet, singen und summen nicht nur die Kleinen plötzlich mit. Blitzschnell sind die Zuschauer - egal welchen Alters - vom Geschehen auf der Bühne gefesselt. Und wenn Donner-Karlsson und Blom versuchen, Pippis Goldkoffer zu stehlen, während sie schläft, dann ist aus den Reihen der Kinder schon ein zu Herzen gehender Aufschrei „Pippiiii, pass auf!“ zu hören. Auch traurig und einsam 

Das Projekt Pippi Langstrumpf auf die Bühne zu bringen, erfordert schon einigen Mut. Denn nicht nur die Pippi-Bücher, sondern auch die Filme sind vielen Kindern präsent. Doch Tobias Wessler will dieses Bild gar nicht zerstören: „Viele kennen Pippi so, wie sie im Film aussieht. Darum möchte ich die Zuschauer nicht betrügen, indem ich ihr Bild vollkommen verändere. Doch der Film ist nur bedingt ehrlich. Darin ist Pippi immer fröhlich und stark. Aber das ist es nicht allein, sie hat auch Trauer und Einsamkeit in sich. Und daraus resultiert oft auch ihr ungebärdiges Benehmen.“ 

Unter diesem Aspekt ist Tobias Wesslers Pippi der Buchvorlage Astrid Lindgrens näher gerückt als die Filme. Inga Winter gelingt der Spagat zwischen diesen Gefühlen ausgezeichnet. Pippis Freunde Annika und Thomas, dargestellt von Patricia Wirth und Rico Kukec, sind beide noch sehr jung. „Sie haben die schwierige Rolle der Stichwortgeber“, erklärt Tobias Wessler. „Annika und Thomas haben keine eigene Geschichte, wie die anderen Figuren. Sie stammen aus einem ganz normalen Elternhaus und leben erst durch Pippi.“ Aber diesen Part beherrschen die beiden 15-Jährigen ausgezeichnet und bilden den perfekten Rahmen zu ihrer populären Freundin.

 

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Gestaltung: SIGNUM  DESIGN & KUNST, Wuppertal
www.mungis.de